Bei der Veranstaltung am 11. Januar fanden sich etwa 60 ZuhöhrerInnen ein, wobei etwa die Hälfte der Anwesenden die Veranstaltung im Rahmen eines Pflichtseminares besuchen musste. Im Vorfeld und während der Veranstaltung, die von einem relativ großen Polizeiaufgebot begleitet war – welches nach kurzer Zeit aber wieder abrückte – wurden Flugblätter verteilt, welche über den Hintergrund und die zweifelhafte Rolle Jesses aufgeklärten.
Pressemitteilung zur EN-Berichterstattung
Bericht vom 12.01.12 in den EN
Bei dem Vortrag selbst glänzte Jesse wieder einmal durch schwache rhetorische Fähigkeiten und völlig verfehlte Einschätzungen. So gab er zum Besten, dass es gut sei, dass der Verfassungsschutz nach Ende des Hitler-Faschismus mit Protagonisten des sog. „Dritten Reichs“ durchsetzt war und dies für seine Funktionsweise keinen Einfluss hatte. Zudem zeigte er sich uneinsichtig in der Forderung die Rolle des Verfassungsschutzes zu überdenken, bzw. ihn abzuschaffen. Dem entgegnete Jesse, dass die momentanen Vorkommnisse um den Rechtsterrorismus nicht vorherzusehen waren und der Verfassungsschutz richtig arbeite. Grundlegend ging Jesse hauptsächlich auf die oben beschriebene Extremismustheorie ein und versuchte so erneut linke emanzipatorische Politik mit der menschenverachtenden Ideologie der FaschistInnen gleichzusetzen.
Die abschließende Diskussion war hauptsächlich von kritischen Stimmen geprägt und dies nicht nur durch die anwesenden AntifaschistInnen. Auch die TeilnehmerInnen des Seminars waren dem Redner deutlich kritisch gesinnt. Ein Student forderte eine Veranstaltung über Extremismus von einer fähigen Person.
Als Fazit zum Vortrag halten wir als Banda fest:
Eine wirkliche Öffentlichkeit hat Jesse damit nicht erreicht. Dennoch muss sich die FAU fragen warum sie Jesse erneut in ihre Räumlichkeiten eingeladen hat. Einen „Wissenschaftler“, der vom weichen Extremismus der Partei Die Linke redet, der genauso gefährlich sei wie der „weiche“ Extremismus NPD.
Für uns ist klar:
Jesse darf nicht weiter Vorträge im Rahmen seiner abstrusen Theorie abhalten. Die Universität darf diese Person nicht wieder einladen. Wir fordern ein Ende der Repression gegen AntifaschistInnen. Wir fordern die Aufdeckung der Unterstützung rechter und rechtsterroristischer Strukturen durch den Verfassungsschutz. Wir fordern die Abschaffung des Verfassungsschutzes.
Berichterstattung der Erlanger Nachrichten
Besonders hervorzuheben finden wir die Berichterstattung der Erlanger Nachrichten. In zwei Artikeln liefern sie in den Augen der Banda Sinistra und des Antifaschistischen Aktionsbündnis Nürnberg eine verdrehte Sicht auf die Vorkomnisse und bekleckern sich nicht wirklich mit journalistischen Ruhm. Eine Recherge sieht für uns anders aus.
Aus diesem Grund haben wir dazu eine erneute Pressemitteilung herausgegeben und Einzelpersonen ließen es sich nicht nehmen, ihren Unmut darüber in Pressemitteilungen Kund zu tun.
Pressemitteilung zur EN-Berichterstattung
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